Aktuell


Land Nordrhein-Westfalen

25 Millionen Euro Fördergelder vom Bund bald einsetzbar

Erster Entwurf zur Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern zur Förderung von Radschnellwegen liegt dem Verkehrsministerium NRW vor.

Den 200. Geburtstag des Fahrrads hat der Bund zum Anlass genommen, die Bedeutung des Radverkehrs besonders zu stärken. Mit zusätzlichen 25 Millionen Euro fördert der Bund erstmals Radschnellwege. Seit wenigen Tagen liegt dem Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalens der erste Entwurf einer Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern zur Förderung von Radschnellwegen vor. Nach derzeitiger Prüfung soll dieser im Anschluss zwischen Bund und Ländern abgestimmt werden. Der Abschluss der Vereinbarung ist die Voraussetzung für die Bundesförderung von Radschnellwegen. In Nordrhein-Westfalen befinden sich sieben Radschnellweg-Projekte konkret in Umsetzung oder Planung. Die zusätzlichen Mittel werden die Umsetzung wahrscheinlich deutlich erleichtern.

Radschnellweg Neuss, Düsseldorf, Langenfeld / Monheim

Verträge werden vorbereitet: Baubeginn nicht vor 2020

Die beteiligten Kommunen Düsseldorf, Neuss und Langenfeld planen als nächsten Schritt Vertrag mit Straßen NRW zu schließen.

Für den geplanten Radschnellweg von Neuss über den Düsseldorfer Süden bis nach Langenfeld und Monheim liegt der Vertragsentwurf derzeit zur Abstimmung im Landesministerium. Wie die "RP Online" berichtet, hat Düsseldorf die Mittel für den ersten Planungsschritt abgerufen. Um mit der detaillierten Planung beginnen zu können, sei jedoch eine europaweite Ausschreibung erforderlich. Nach Vertragsabschluss plane man diese mit einem Vorlauf von etwa einem halben Jahr vorzubereiten. Mit fertiger Planung können Baumittel beantragt werden, so die „RP Online“. Vor 2020 könne man mit dem Baubeginn jedoch nicht rechnen.

Radschnellweg Köln-Frechen

Köln-Frechen: Geplanter Radschnellweg nimmt langsam Form an

In zwei Bürgerinformationsveranstaltungen wurden die Planungen vorgestellt: Mit einem guten Monat Abstand konnten sich die Bürger von Frechen, am 14.11.2017 und in Köln am 19.10.2017 über die aktuellen Planungsfortschritte für den Radschnellweg informieren.

Der Kölner Stadt-Anzeiger hat hierzu über die Kölner Informationsveranstaltung berichtet. Uwe Kloppe vom beauftragten Düsseldorfer Planungsbüro Lindschulte und Kloppe stellte bei der Informationsveranstaltung erste Ergebnisse vor. Den größten Diskussionsbedarf hatte man im Hinblick auf den ersten Abschnitt der Strecke, zwischen Universitätsstraße und Militärringstraße. Die Bachemer Straße soll dort in eine Fahrradstraße umgewandelt werden, also eine Straße, auf der Radfahrer Vorfahrt genießen und der motorisierte Verkehr sich diesem unterordnen muss. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit soll dann auf 30 Stundenkilometer beschränkt werden. Hier wurden verschiedene Varianten vorgestellt wie diese Kreuzung verträglich angepasst werden kann. Unter anderem wurden Kreisverkehrslösungen und Überlegungen auf beiden Seiten der Fahrbahn jeweils drei Meter breite Radfahrstreifen anzulegen, diskutiert. Dabei gab es für die Ansätze sowohl Befürworter wie Gegenstimmen.


Die Planungen außerhalb der oben beschriebenen Streckenabschnitte sollen sich hingegen unkomplizierter gestalten. Im zweiten Abschnitt, der von der Militärringstraße durch den Äußeren Grüngürtel zur Autobahn A4 führt sowie im dritten Abschnitt, der über die Toyota-Allee in Marsdorf bis zur Autobahn A1 führt, wird es nach Einschätzung der Verwaltung nur wenige Probleme geben. Vor allem sei im dritten Abschnitt nicht mit Problemen durch wegfallende Parkplätze zu rechnen, so Andrea Gawlich, da die dort ansässigen Firmen eigene Stellplätze für ihre Mitarbeiter hätten.

Anregungen der Verbände

Die Radverkehrsverbände ADFC Köln, ADFC Rhein-Erft und Radkomm haben konkrete Verbesserungsvorschläge geäußert. Im ersten Abschnitt der Bachemer Straße von Universitätsstraße bis Militärring möchten sie, dass beide Alternativen umgesetzt werden. Danach soll der Radverkehr stadtauswärts über eine Fahrradstraße, die am Hildegardis Krankenhaus vorbeiführt, geleitet werden. Stadtauswärts sollen die Radfahrenden auf einem vier Meter breiten Radfahrstreifen auf der Bachemer Straße fahren. Sie sollen somit an zwei Knotenpunkten die Universitätsstraße überqueren, die aber von den Lichtsignalen her gleichgeschaltet sind und vom Autoverkehr als eine Kreuzung wahrgenommen werden. Die Kreuzung Bachemer Straße/Lindenthalgürtel möchten sie aufgrund der Enge für den Autoverkehr sperren. Das Stück zwischen Landgrafenstraße und Falkenburgstraße soll nur für den Anliegerverkehr frei sein. Am Militärring soll der Radverkehr durch eine breite und lichte Unterführung geleitet werden.

Link zum Kölner Stadtanzeiger: www.ksta.de/koeln/lindenthal/-koeln-frechen-geplanter-radschnellweg-nimmt-langsam-form-an-28729882

RS1 Radschnellweg Ruhr

Weiteres Teilstück des RS1 in Mülheim eröffnet

Der dritte Abschnitt des RS1 verlängert den Radschnellweg bis zur Ruhrpromenade

Am 24. Oktober wurde das Teilstück vom Mülheimer Hauptbahnhof bis zur Ruhr offiziell eröffnet. Es schließt sich an die bereits 2015 freigegebene RS1-Strecke zwischen Stadtgrenze Essen und Hauptbahnhof Mülheim an der Ruhr und führt als Hochpromenade auf Viadukten durch die Innenstadt. 

Gebaut hat ihn die Stadt Mülheim an der Ruhr. Schon seit der Eröffnung der ersten beiden Teilstrecken durch den Regionalverband Ruhr (RVR) können Radler kreuzungs- und autofrei zwischen den Städten pendeln. Der dritte Abschnitt bringt Radfahrer nun unabhängig vom Autoverkehr durch die Innenstadt bis zur Ruhrpromenade. 

Finanziert wurde die Trasse aus Städtebaufördermitteln von Bund und Land und Mitteln des Regionalverbands Ruhr (RVR). Rund 4,5 Millionen haben die Sanierung der Viadukte und der Bau des heute eröffneten Radwegs gekostet.

Weitergehen wird es 2018 mit der Fertigstellung des Stadtbalkons. Dann soll Ende 2018 der nächste Abschnitt des RS1 über die Ruhr nach Broich bis zur Hochschule Ruhr West folgen.

Foto: Staatssekretär Dr. Jan Heinisch, RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel und Oberbürgermeister Ulrich Scholten geben Trasse frei.

Infos: www1.muelheim-ruhr.de/wertstadt/radweg_rheinische_bahn/8278 und www.rs1.rvr.ruhr

RS1 Radschnellweg Ruhr

Strassen.NRW stellt Pläne für den Bau des RS1 in Gelsenkirchen vor

Die Informationsveranstaltung findet am 26.10.2017 statt

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich am Donnerstag, den 26.10.2017, ab 17:00 Uhr im Betriebssitz des Landesbetriebes Straßenbau NRW (Wildenbruchplatz 1 in 45888 Gelsenkirchen) in den Räumen B 01-03 informieren.

Radschnellweg Köln-Frechen

Infos zum Radschnellweg Köln-Frechen für Bürgerinnen und Bürger online, in einer Ausstellung und beim Infoabend

Die ersten Planungsansätze sind nun fertig und sollen Interessierten, insbesondere Anwohnerinnen und Anwohnern im Planungsgebiet vorgestellt werden.

Die ersten Planungsansätze für den Radschnellweg zwischen dem Bahnhof Frechen und der Kölner Innenstadt wurden bereits in Verbänden und politischen Gremien vorgestellt, im Oktober startet die Beteiligung der Öffentlichkeit. Ab dem 4. Oktober 2017 sind die Pläne für die künftige Gestaltung sowie weitere Informationen zum Thema Radschnellweg als Download abrufbar unter http://www.stadt-koeln.de/radfahren.

Zudem werden die Pläne und weitere Informationen vom 4. bis 19. Oktober 2017 im Eingangsbereich des Bezirksrathauses Lindenthal, Aachener Straße 220, 50931 Köln, ausgehängt. Dort haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, ihre Anregungen und Hinweise vor Ort aufzuschreiben und an der Infotheke abzugeben. Zusätzlich können Anregungen, Kritik und Fragen bis 31. Oktober 2017 per Mail gerichtet werden an radschnellweg@stadt-koeln.de, per Fax an 0221/ 221 27082 oder auf dem Postweg an Stadt Köln, Amt für Straßen und Verkehrstechnik, 661/14, Stadthaus Deutz, 50605 Köln.

Abschließend lädt das Amt für Straßen und Verkehrstechnik zu einem persönlichen Meinungsaustausch am Donnerstag, 19. Oktober 2017, 17 bis 19 Uhr, in den großen Sitzungssaal auf der 7. Etage des Bürgeramtes Lindenthal, Aachener Str. 220, 50931 Köln, ein. Dort stehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung für Fragen und Anregungen zur Verfügung und alle Interessierten können sich im persönlichen Gespräch über die beabsichtigte Planung austauschen. Die Bezirksbürgermeisterin Helga Blömer-Frerker wird ebenfalls anwesend sein.

RS1 Radschnellweg Ruhr

Bürgerbeteiligung für den Bau des RS1 startet

Die ersten Planungen für den Bau des RS1 in Gelsenkirchen und in Essen liegen vor.

Die  Pläne für den Abschnitt Hattinger Straße (Stadtgrenze Essen) bis Parkstraße (Stadtgrenze Bochum) in Gelsenkirchen und  den Abschnitt Universität Duisburg-Essen bis Hattinger Straße B 227 (Stadtgrenze Gelsenkirchen) in Essen sowie die Termine für die Beteiligung der Öffentlichkeit finden Sie hier.

Land Nordrhein-Westfalen

Verkehrsminister bezieht Stellung zu Radschnellwegen

„Radschnellwege können das konventionelle Radwegenetz ergänzen ...

... – sie sind ein Baustein. Sie bieten vor allem in Metropolregionen und Ballungsgebieten eine komfortable, sichere und schnelle Alternative zur Straße. Und dort entlasten sie Staustrecken und Verkehrsknoten besonders.“

Hendrik Wüst
Verkehrsminister des Landes Nordrhein-Westfalen

RS1 Radschnellweg Ruhr

Planungsvereinbarung zum Bau des RS1 zwischen Straßen.NRW und der Stadt Duisburg geschlossen

Der Radschnellweg Ruhr (RS1) gehört zu den wegweisenden Radverkehrsprojekten des Landes NRW. Zur Umsetzung des RS1 und weiterer Radschnellverbindungen des Landes in NRW wurde das Straßen- und Wegegesetz angepasst.

Mit der Aufnahme der neuen Kategorie Radschnellverbindungen des Landes in das Straßen- und Wegegesetz NRW können Radschnellwege analog zu Landesstraßen in die Baulast des Landes übernommen werden. Der Landesbetrieb Straßenbau (Straßen.NRW) ist damit als Aufgabenträger zuständig für den Bau und die zukünftige Unterhaltung des RS1.

Radschnellwege haben das Ziel, den veränderten Funktions- und Leistungsansprüchen des stetig wachsenden und dank Pedelecs beschleunigten Fahrradverkehrs gerecht werden. Sie schaffen attraktive Verbindungen für einen Gemeinde-, bzw. kreisübergreifenden Alltags- und Pendlerverkehr, sie entlasten Straßen und ÖPNV und haben somit eine den Landesstraßen vergleichbare regionale Verkehrsbedeutung. 
Mit 6,1 Kilometern Länge wird der RS 1 von der Mülheimer Stadtgrenze bis zum Rhein durch Duisburg führen. Zehn Anschlussstellen sind vorgesehen, sechs Brücken und zwei Unterführungen müssen gebaut werden. Zwei weitere Brücken und eine Unterführung müssen instand gesetzt werden. Der Vertrag zwischen dem Landesbetrieb Straßenbau (Straßen NRW) und der Stadt Duisburg geht von Gesamtkosten der Baumaßnahme in Höhe von etwa 22 Mio. € aus. 

Die Stadt Duisburg wird die Ausbauplanung für den RS1 extern vergeben und den erforderlichen Grunderwerb vorbereiten. Beides erfolgt im Auftrag des Landesbetriebs. Damit können sowohl die Kompetenzen der städtischen Projektsteuerer genutzt als auch die durch die Stadt Duisburg erfolgten Vorplanungen für die weitere Planungsarbeit eingebracht werden. Die Vertragsparteien streben einen Baubeginn für das vierte Quartal 2019 an.

„Erfreulicherweise nutzen immer mehr Menschen das Fahrrad. Umso wichtiger ist es daher, dass wir entsprechende Radwege bauen. Mit dieser Kooperation können wir Planung und Umsetzung des RS 1 zügig auf den Weg bringen“, sagt Oberbürgermeister Sören Link.

Für den RS 1 ist eine Menge Ingenieurleistung erforderlich, Brücken und Unterführungen sind neu zu bauen bzw. zu ertüchtigen. Ohne diese Kooperation wäre das nicht zu stemmen“, ergänzt Carsten Tum. 
„Wir von Straßen.NRW freuen uns ganz besonders über dieses Projekt und darüber, unser bisheriges Kerngeschäft des Autobahn- und Straßenbaus um die Radschnellwege zu erweitern. Als Regionalniederlassung Ruhr freut es uns besonders, dieses Projekt inmitten durch unser schönes Ruhrgebiet planen und bauen zu dürfen“, meint Kathrin Heffe, Leiterin der Regionalniederlassung Ruhr bei Straßen.NRW.

Bild:

Kathrin Heffe, Leiterin Regionalniederlassung Ruhr Straßen.NRW; Oberbürgermeister Sören Link und Stadtentwicklungsdezernent Carsten Tum bei der Unterzeichnung der PLanungsvereinbarung.

 

 

Radschnellweg Mittleres Ruhrgebiet

Gladbeck positioniert sich pro Radschnellweg Mittleres Ruhrgebiet

Das Projekt wird im Stadtplanungs- und Bauausschuss von allen Fraktionen befürwortet und der geplanten Trassenführung zugestimmt.

Der erste nördliche Streckenabschnitt des Radschnellwegs in Gladbeck wird auf der Trasse der ehemaligen eingleisigen Zechenbahn geführt, die zwischen Schultendorf und Ellinghorst verläuft. Auf diesem Abschnitt ist geplant, dass die Radfahrenden künftig getrennt vom Autoverkehr unterwegs sind. Der Beginn bzw. Endpunkt des liegt in Gladbeck Schultendorf am Bahnübergang Talstraße. Dieser Teilabschnitt mündet im Süden auf Höhe MariaTheresien-Straße in die Bottroper Straße. Auf der Bottroper Straße wird der Radschnellweg dann beidseitig mit überbreiten Radfahrstreifen realisiert.