Aktuell


Land Nordrhein-Westfalen

ADFC veranstaltet Parlamentarischen Abend

Über 120 Parlamentarier, Verbände- und Unternehmensvertreter waren auf Einladung des ADFC am 30. Mai 2016 zum Parlamentarischen Abend in die Landesvertretung des Saarlandes nach Berlin gekommen. NRW-Verkehrsminister Michael Groschek war unter den Rednern und hatte die neue Ausstellung zum RS1 mitgebracht.

Fazit: Verkehrspolitiker aus Bund und Ländern waren sich beim Parlamentarischen Abend des ADFC einig, dass Radschnellwege enormes Potenzial haben, Autofahrer auf das Rad zu bringen und damit Stau- und Klimaprobleme von Ballungsgebieten in den Griff zu bekommen. Pläne gibt es überall in Deutschland - nur bei der Finanzierung klaffen riesige Lücken. Der Bund zieht sich bei der Finanzierungsfrage bisher auf Nicht-Zuständigkeit zurück. Doch im Laufe der teils hitzig geführten Podiumsdebatte keimte Hoffnung auf.

Im Ruhrgebiet und den Großräumen Hannover, Frankfurt, Nürnberg und München liegen Pläne für Radschnellwege in Schubladen – und kommen kaum voran. Denn: Die Zuständigkeiten für diese neue Form von überregionaler Infrastruktur sind ungeklärt und die Kommunen mit der Finanzierung überfordert. Das gilt auch für das ambitionierteste Projekt, den Radschnellweg 1 (RS1), quer durch das Ruhrgebiet. Eine vom Bund finanzierte Machbarkeitsstudie hat gezeigt, dass etwa 52.000 Pkw-Fahrten mit über 400.000 gefahrenen Kilometern eingespart und auf das Rad verlagert werden könnten. Bei einem Investitionsvolumen von etwa 184 Millionen Euro braucht das Land Unterstützung des Bundes.

NRW-Verkehrsminister Michael Groschek: „1,6 Millionen Bürger zwischen Duisburg und Hamm warten auf die Nachricht, dass es mit dem Radschnellweg 1 zügig voran geht. Dort kommen sie künftig schnell, sicher und entspannt zur Arbeit oder zur Uni, und entlasten gleichzeitig die Autostraßen. Der RS1 hat das Potenzial, eine weltweite Blaupause für innovativen Verkehr in Ballungsräumen zu werden.“ Wer Mobilität in die Metropolen bringen wolle, komme an Radschnellwegen nicht vorbei, so Groschek in der Diskussion.

In den Niederlanden hat der Bund seit 2006 im Rahmen des Programms „Fiets filevrij“ 80 Millionen Euro in den Bau von Radschnellwegen investiert, um Stau-Probleme zu lösen. Der deutsch-niederländische Architekt Stefan Bendiks sagte: „Wir wissen, dass ein Drittel des Staus auf Autobahnen aus lokalem Verkehr besteht. Diese lokalen Fahrten können auch Radschnellwege aufnehmen.“ 300 Kilometer Radschnellwege gibt es in den Niederlanden schon, 600 weitere Kilometer sind in Planung. In Deutschland sind es nur zwischen 10 und 40 Kilometer, je nach Auslegung des Begriffs. Die Erfolge der Nachbarn sind greifbar: In niederländischen Regionen mit Radschnellwegen fahren 25 Prozent der Berufstätigen mit dem Rad zur Arbeit – in Deutschland sind es nur 11 Prozent. Bendiks: „Deutschland hat jetzt die Chance, die Nachfolgemarke für die weltweit bekannten Deutschen Autobahnen zu entwickeln, die Deutschen Radschnellwege. Denn in den Niederlanden und Dänemark wissen wir: Wenn die Deutschen etwas machen, dann machen sie es richtig gut!“

Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, betonte den Klima-Effekt von Radschnellwegen: „Das Fahrrad gehört zur nachhaltigen Mobilität. Radfahren ist aktiver Schutz der Umwelt und mehr Lebensqualität für die Menschen. Radschnellwege sind daher eine zeitgemäße Maßnahme: Auch für größere Entfernungen etwa im Stadt-Umland-Verkehr schaffen sie attraktive Alternativen.“ Wenn man die Jahresleistung eines durchschnittlichen deutschen Radlers, nämlich etwa 300 Kilometer, verdoppele – würde das jährlich 40 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Ohne Beiträge des Verkehrs-Sektors seien die Klimaziele von Paris nicht zu schaffen, so Schwarzelühr-Sutter.

ADFC-Verkehrsvorstand Ludger Koopmann forderte erneut die Unterstützung des Bundes: „Der Personenverkehr wächst bis 2030 zweistellig weiter – und jeder Bundesbürger steht schon jetzt 38 Stunden im Jahr im Stau. Wenn wir über die Mobilität der Zukunft reden, ist nicht mehr Auto die Lösung, sondern weniger! Radschnellwege sind das Lösungskonzept gegen verstopfte Autobahnen. Und dafür liegt die Verantwortung beim Bund!“ Prof. Dr. Stefan Klinski, Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, verstärkte die ADFC-Forderungen durch Ergebnisse aus einem aktuellen Rechtsgutachten. Der Bund könne durchaus Bauprojekte von besonderer Bedeutung mitfinanzieren – und das solle er bei den Radschnellwegen auch tun, so Klinski. Norbert Barthle, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, bekräftigte zwar die bekannte Position, dass Radschnellwege nicht in den Zuständigkeitsbereich des Bundes fielen. Aber: Wenn Radschnellwege im Umfeld von Bundesfernstraßen verliefen, könne der Bund prüfen, ob er sich an Teilstücken zu beteiligt, so Barthle. Diese Botschaft wurde von vielen Anwesenden als Fortschritt wahrgenommen.

ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork fasste die Erwartungen so zusammen: „Fünf Prozent aller Autobahnkilometer verlaufen mitten durch Städte - ein monströses und überkommenes Konzept. Wir wollen, dass der Bund bei allen innerstädtischen Autobahn-Ausbauprojekten – wie A52, A57, A115 – wohlwollend prüft, ob ein Radschnellweg die Kurzdistanzen aufnehmen kann und deshalb die bessere Alternative ist. Und wir brauchen ein eigenes Förderprogramm für Radschnellwege - das geht verfassungsrechtlich, wenn man es will. Der ADFC steht bereit, das Bundesverkehrsministerium beim Entwurf eines ‚Aktionsplans Radschnellwege‘ zu beraten.“

Übernahme des Pressetextes des ADFC / Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V. (ADFC), Bundesgeschäftsstelle

Michael Groschek, Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen

Land Nordrhein-Westfalen

Änderung des Straßen- und Wegegesetzes

NRW-Verkehrsminister Michael Groschek hat die Änderung des Straßen- und Wegegesetzes Nordrhein-Westfalen zur ersten Lesung in den Landtag eingebracht. Ziel dieser Änderung ist es u.a., Radschnellwege in NRW als Landesstraßen zu klassifizieren und damit in die Baulast des Landes zu nehmen. Die Rede des Minsters als PDF zum Download.

RS3 Radschnellweg OWL

Öffentliche Befahrung der potenziellen Strecke

Die Endfassung der Machbarkeitsstudie zum Radschnellweg wurde im Juni 2016 veröffentlicht und steht zum Download bereit. Sie liegt in den beteiligten Rathäusern für Interessierte zur Einsichtnahme aus. In diesem Zusammenhang luden die beteiligten Städte noch einmal zu einer öffentlichen Befahrung ein.

Diese fand in Kooperation mit dem Löhner Stadtradeln am Samstag, den 4. Juni 2016 auf der potenziellen Strecke des RS3 Radschnellweg Minden-Herford statt. Startpunkte waren Herford und Minden. Die Tour von Herford über Löhne nach Bad Oeynhausen startete am Bahnhof in Herford um 14 Uhr. Darin eingebunden war gegen 15.30 Uhr der Auftakt des Löhner Stadtradelns auf dem Britta-und-Ulrich-Findeisen-Platz in Löhne. Um 14.30 starteten die Radfahrer am Straßenverkehrsamt in Minden. Von dort führte die Tour über Porta Westfalica nach Bad Oeynhausen. Gegen 17.30 Uhr trafen beide Gruppen zum Abschluss der Befahrung am Inowroclaw-Platz in Bad Oeynhausen ein.

Radschnellweg Städteregion Aachen

Wo soll der Radschnellweg Euregio verlaufen?

Zwischen Aachen, Heerlen, Kerkrade und Herzogenrath wird ein Radschnellweg geplant. Bürgerinnen und Bürger sind jetzt eingeladen, an vier Terminen über die mögliche Streckenführung des Radschnellweges Euregio (Aachen – Herzogenrath/Kerkrade/Heerlen) zu diskutieren und ihre Vorschläge und Hinweise einzubringen.

Grundlage der Diskussionen sind rund 90 Vorschläge zur Streckenführung, die im vergangenen Jahr hauptsächlich über eine interaktive Internetdarstellung von Interessierten eingereicht wurden. Anhand verschiedener Kriterien wurden die drei besten Varianten ausgewählt. Diese werden nun in den Workshops detailliert vorgestellt.

Folgende Termine sind geplant

  • 19.04.16, 19 Uhr, Aachen-Laurensberg/Richterich, Aula des Schulzentrums, Hander Weg 89,
  • 20.04.16, 19 Uhr, StädteRegion Aachen, Zollernstraße 10, Mediensaal in Gebäude E,
  • 25.04.16, 18 Uhr, Herzogenrath-Kohlscheid, Aula der Gesamtschule, Kircheichstraße 60,
  • 26.04.16, 19 Uhr, Herzogenrath-Mitte, Aula des Schulzentrums, Bardenberger Str. 72.

In den einzelnen Workshops werden schwerpunktmäßig die Bereiche des jeweiligen Stadtteils behandelt. Die StädteRegion Aachen sowie die Projektpartner aus Aachen und Herzogenrath erwarten dabei nochmals wertvolle Hinweise und Anregungen.

In den Workshops werden verschiedene Streckenvarianten an Stellwänden genauer dargestellt, so dass die Teilnehmer sich über die Planungen und Wirkungen unter mehreren Gesichtspunkten informieren können.

Ein externer Moderator wird die Workshops leiten. Die Rückmeldungen werden festgehalten und im Anschluss an die Workshops ausgewertet. Die Termine sollen jeweils etwa 2 ½ Stunden dauern.

Die Projektpartner werden abschließend die verschiedenen Anforderungen und Aspekte der einzelnen Varianten abwägen und eine Vorzugsvariante für die Streckenführung erarbeiten. Nach Entscheidung durch die politischen Gremien soll für diese bis Ende 2016 die laufende Machbarkeitsstudie zu Ende geführt werden. Die politischen Gremien entscheiden dann, ob die nächste Planungsstufe begonnen werden soll.

Über die Termine wird auch mit Plakaten zwischen Aachen und Herzogenrath informiert. „Mit dieser frühzeitigen Bürgerbeteiligung sind wir Vorreiter bei der Planung von Radschnellwegen in Nordrhein-Westfalen“, erklärt Uwe Zink, Dezernent bei der StädteRegion Aachen. „Schließlich geht es nicht um eine weitere Freizeitroute, sondern um einen Radschnellweg, der so vielen Bürgern wie möglich vor allem bei ihren Alltagswegen eine preiswerte und umweltfreundlichere Alternative zum Autofahren bietet“.

Auf einem Radschnellweg können Radfahrer besonders sicher, zügig und komfortabel unterwegs sein. Er schafft möglichst kurze und direkte Verbindungen zwischen Wohnstandorten, Arbeitsplätzen sowie Einkaufs- und Freizeitbereichen.

RS2 Radschnellweg Westmünsterland

Regio.Velo erhält „A -Status“ der Regionale 2016

Die Räder sind geputzt, die Reifen aufgepumpt, jetzt kann es endlich wieder losgehen: Vielerorts startet derzeit die Fahrradsaison 2016. Die Radler in der Region dürfen sich auf einen ganz besonderen Radweg freuen, den Radschnellweg Regio.Velo. Dieser hat jetzt vom Lenkungsausschuss der Regionale 2016 den A-Status und somit grünes Licht für die Umsetzung erhalten.

Nachdem die Projektträger Ende 2015 bereits von der Kommunalpolitik das politische Mandat für die vertiefende Planung erhalten hatten, gab es nun auch von der Regionale 2016 Rückenwind für die Realisierung. Aktuell steht die Beauftragung für die Planungen des ersten Bauabschnitts von Bocholt bis Rhede kurz bevor. Dabei geht es um die konkrete Trassenführung, die Gestaltung von

Kreuzungen sowie der Wegeoberfläche und Beleuchtung.
Regio.Velo soll zwischen Isselburg an der niederländischen Grenze und Coesfeld entstehen und auf einer Länge von 60 Kilometern sieben Kommunen miteinander verbinden. Radschnellwege sind
deutlich breiter als normale Radwege, bieten somit gute Überholmöglichkeiten und haben
Vorfahrtsregelungen bei Querungen. Gerade für schnelles Radfahren mit E-Bikes bieten sich neue Möglichkeiten. Die Gesamtkosten für die Maßnahme werden auf ca. 42 Millionen Euro geschätzt. Die
Bau- und Betriebskosten soll das Land NRW übernehmen.
Bei Dr. Kai Zwicker, Vorsitzender des Lenkungsausschusses der Regionale 2016 und Landrat des
Kreises Borken, löste die Entscheidung große Freude aus. „Der Anteil an E-Bikes im Kreis Borken ist
jetzt schon bundesweit außergewöhnlich. Mit dem Radschnellweg Regio.Velo kann nun eine
zukunftsweisende Verkehrsinfrastruktur entstehen, die neue Mobilitätsoptionen zum Beispiel für
Berufspendler schafft“, sagt Zwicker.
Auch Zwickers Landratskollege aus Coesfeld, Dr. Christian Schulze Pellengahr, zeigte sich hoch erfreut: „Regio.Velo bietet künftig eine Anknüpfung an die Radbahn Münsterland von Coesfeld bis
Rheine. Diese wird jetzt schon intensiv von einheimischen und auswärtigen Radlern genutzt“.
„Mit Regio.Velo ist die Zahl der A-Projekte auf jetzt 25 angewachsen. Kurz vor dem Start des
Präsentationsjahres der Regionale 2016 ist das eine beachtliche Zahl, die in den kommenden
Monaten noch wachsen wird. Viele weitere Projekte entwickeln sich sehr erfolgreich“, sagte Uta Schneider, Geschäftsführerin der Regionale 2016 Agentur.

Quelle: Pressemitteilung der Regionale 2016.

Radschnellweg Köln-Frechen

Bürger werden an den weiteren Planungen beteiligt

Das Land Nordrhein-Westfalen hat den Wettbewerbsbeitrag zum Radschnellweg Köln-Frechen, den die Stadt Köln, die Stadt Frechen und der Rhein-Erft-Kreis gemeinsam eingereicht hatten, prämiert und eine Förderzusage für die Erstellung einer Machbarkeitsstudie erteilt.

Der Radschnellweg Köln-Frechen wird die Kölner Innenstadt sowie die Universität zu Köln mit dem Bahnhof in Frechen auf direktem Weg verbinden. Insbesondere für Berufspendler, aber auch für alle anderen mit dem Rad Fahrenden wird diese schnelle und direkte Wegeverbindung von großem Interesse sein.

„Der neue Radschnellweg wird nicht nur Köln und Frechen sondern auch das Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein mit dem Anspruch moderner und nachhaltiger Mobilität verbinden. Eine komfortabel ausgebaute und nachts gut beleuchtete Pendlerstrecke wird noch mehr Menschen motivieren, das Auto stehen zu lassen und sich mit dem Rad gesund und schnell auf den Weg zur Arbeit, zum Einkauf oder zum Freizeitvergnügen zu machen. Es ist der erste Radschnellweg in der Region. Ein Anfang, der einen wichtigen Schritt auf dem Kurs zur nachhaltigen Mobilität und zum Strategiepapier ,Köln mobil 2025‘ darstellt. Der städteverbindende Abschnitt zwischen der Kölner Innenstadt und Frechen zeigt wie zukunftsweisende Mobilität in urbanen Räumen künftig aussehen kann“, so Kölns Beigeordneter für Stadtentwicklung, Planen, Bauen und Verkehr, Franz-Josef Höing zu dem gemeinsamen Projekt.

Nachdem alle erforderlichen politischen Beschlüsse eingeholt wurden und die Haushalte rechtskräftig sind, konnten die Projektbeteiligten im Januar 2016 die Kooperationsvereinbarung zur Erstellung einer Machbarkeitsstudie unterschreiben. Damit steht der in Kürze in einer europaweiten Ausschreibung stattfindenden Veröffentlichung der Unterlagen zur Findung eines Generalplaners nichts mehr im Weg.

Auch für Susanne Stupp, Bürgermeisterin der Stadt Frechen, wird der Radschnellweg ein wichtiger Baustein im Verkehrsnetz werden: „Er verbindet Arbeit und Freizeit zwischen den Städten Frechen und Köln gleichermaßen. Ich bin davon überzeugt, dass die neue Verbindung eine Entlastung der aktuellen Verkehrssituation darstellen kann.“

Die Projektpartner gehen davon aus, dass der Generalplaner im Sommer 2016 beauftragt wird und mit seiner Arbeit beginnen kann. Für die Erstellung der Machbarkeitsstudie wird ein Jahr veranschlagt. Mit ersten „Tendenzen“ wird Ende 2016 gerechnet; eine Bürgerbeteiligung mit verschiedenen Aktionen ist für Ende 2016/Anfang 2017 vorgesehen.

Für Berthold Rothe, Dezernent für Straßenbau und Verkehrswesen des Rhein-Erft-Kreises, wird die neue Strecke eine attraktive Alternative zum Auto darstellen und kombiniert mit den Angeboten des öffentlichen Nahverkehrs - zukunftsweisend sein:

„Das Streckennetz der Radregion Rheinland und des fahrradfreundlichen Rhein-Erft-Kreises wird dadurch um eine attraktive Fahrradroute ergänzt“. Wenn die Machbarkeitsstudie vorliegt, folgen die Beratungen mit dem Land Nordrhein-Westfalen als Fördergeldgeber sowie mit den politischen Gremien zur Weiterentwicklung der Planung.

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Köln

RS3 Radschnellweg OWL

Ergebnisse der Machbarkeitsstudie RS3 Radschnellweg Minden-Herford werden vorgestellt

Am 28. Januar 2016 werden in der Wandelhalle in Bad Oeynhausen ab 17.00 Uhr die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zum Radschnellweg erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Vor gut zwei Jahren ist die Projektskizze für den Radschnellweg zwischen Minden und Herford aus dem damaligen Landeswettbewerb als einer von fünf Siegern hervorgegangen. Die nun unmittelbar vor dem Abschluss stehende Machbarkeitsstudie ist die „Siegprämie“ des Wettbewerbs.

Mögliche Trassenverläufe wurden in den letzten 12 Monaten geprüft, erforderlicher Handlungsbedarf aufgezeigt und Kosten überschlägig ermittelt. Die Veranstalter freuen sich darauf, die Ergebnisse nun der breiten Öffentlichkeit vorstellen zu können, denn das Ergebnis zeigt: Der Radschnellweg ist machbar!
Auf die Besucher wartet ein ebenso informatives wie unterhaltsames Programm, welches auch Gelegenheit zum Austausch bietet. Ulrich Malburg vom Verkehrsministerium hat sein Kommen zugesagt und wird über die gerade in der Landesregierung verabschiedete künftige Gesetzesgrundlage zu den Radschnellwegen berichten: Radschnellwege werden danach in Nordrhein-Westfalen zukünftig die gleiche Bedeutung erhalten wie Landesstraßen. Jürgen Müller (Landrat des Kreises Herford) wird erläutern, welche Vorteile durch den Bau eines Radschnellweges für die Region gesehen werden und wie die kommenden Schritte zur Realisierung dieses zukunftsweisenden Projektes sein werden. Die Machbarkeitsstudie mit den Trassenverläufen und den geplanten Ausbaustandards wird durch Herrn Dankmar Alrutz vom beauftragten Gutachterbüro erfolgen. Für den unterhaltsamen Teil der Veranstaltung sorgt der bekannte Kabarettist Harald Meves.

Die Machbarkeitsstudie hat nicht nur die beteiligten Kommunen Minden, Porta Westfalica, Bad Oeynhausen, Löhne, Herford und den Kreis Herford in den vergangenen 12 Monaten intensiv beschäftigt. Auch die planungsbetroffenen Träger der öffentlichen Belange sind in zahlreichen Gesprächen in den Planungsprozess einbezogen worden. Ebenso hatten die Verbände Gelegenheit sich einzubringen und auch die Politik wurde informiert. Viele von ihnen nutzten im September 2015 im Rahmen einer geführten Fahrradtour bereits die Gelegenheit zur Streckenerkundung. Für den Frühsommer wird derzeit von den beteiligten Kommunen eine Radtour für die Bevölkerung geplant. Wer also keine Gelegenheit hat, an der Abschlussveranstaltung teilzunehmen, sich aber trotzdem informieren möchte, wird hierzu eine weitere Gelegenheit bekommen.
Um Anmeldung wird gebeten, da die Anzahl der Plätze begrenzt ist.
Anmeldungen bis zum 25.01.16 bei Linda Noack:
E-Mail: l.noack@badoeynhausen.de oder Tel.: 05731/14-2121

Offizielle Eröffnung am 27. November 2015

RS1 Radschnellweg Ruhr

Zweiter Abschnitt in Mülheim eröffnet

Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat den zweiten Bauabschnitt für die "Rheinische Bahn" auf Mülheimer Stadtgebiet in der Qualität eines Radschnellwegs ausgebaut. Der fünf Kilometer lange und sechs Meter breite Rad- und Fußweg verläuft von der Brücke Reuterstraße bis zum Mülheimer Hauptbahnhof.

Die ehemalige Trasse "Rheinische Bahn" soll im Endausbau auf einer Gesamtlänge von 21 Kilometern von der Universität Essen über den Hauptbahnhof Mülheim bis zum Rheinpark Duisburg führen. Ihre Vorbilder sind die HOAG-Trasse von Duisburg nach Oberhausen oder die Erzbahntrasse von Bochum nach Gelsenkirchen.

Land Nordrhein-Westfalen

Fachbroschüre Radschnellwege

Mit der Durchführung des Planungswettbewerbs Radschnellwege im Jahr 2013 hat Nordrhein-Westfalen bei der Planung und Umsetzung von Radschnellwegen die Vorreiterrolle in Deutschland übernommen. Nun bringt die AGFS das Thema weiter voran und unterstützt den Bau von Radschnellwegen. Dazu liefert die neue Broschüre wichtige Hinweise.

Neben Argumenten pro Radschnellwege und Planungsbeispielen auf Basis der Gewinnerprojekte des Planungswettbewerbs wird auch auf die Bereiche Service und Kommunikation eingegangen. Das Ziel ist es, den Anwendern vor Ort Hilfestellung für den Start eines eigenen Projektes zu geben. Die Broschüre kann auf der Seite der AGFS kostenlos bestellt werden und steht hier zum Download von der AGFS-Seite bereit.

Radschnellweg Städteregion Aachen

Potenzialanalyse und Machbarkeitsstudie für Radschnellweg beauftragt

Mitglieder des Städteregionsausschusses haben das Ingenieurbüro Berg und Partner aus Aachen mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt. Zum Gesamtauftrag gehören neben Grundlagenermittlung und Vorplanung auch Konzepte für Kommunikation und Bürgerbeteiligung. Die darüber hinaus vom Land NRW geforderte Potentialanalyse inklusive einer Kosten-Nutzen-Betrachtung wird vom Düsseldorfer Ingenieurbüro PTV Transport Consult GmbH durchgeführt. Sie soll Hinweise darauf geben, ob die Kosten für den Radschnellweg aus volkswirtschaftlicher Sicht zu rechtfertigen sind.