Radschnellweg Städteregion Aachen – Aktuell


Städteregion Aachen

Machbarkeitsstudie für Radschnellweg Euregio in der Städteregion Aachen liegt vor

Die politischen Gremien der Projektpartner Stadt Aachen, Stadt Herzogenrath und StädteRegion Aachen haben jetzt unisono beschlossen, die Machbarkeitsstudie zum Radschnellweg Euregio beim Land einzureichen und auf dieser Grundlage die Durchführung des Linienbestimmungsverfahrens zu beantragen.

Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wurden die Rahmenbedingungen für unterschiedliche Linienvarianten intensiv geprüft. Bürgerinnen und Bürger hatten im Internet und auf zahlreichen Veranstaltungen Gelegenheit, Ihre Vorschläge, Anregungen und Kommentare zur Linienführung einzubringen. Nach Abwägung aller Belange wurde eine sogenannte „Vorzugsvariante“ ausgewählt. An den Kosten der Machbarkeitsstudie inklusive der Bürgerbeteiligung hat sich das Land NRW mit 80 Prozent beteiligt. Rund 130.000,- Euro bringen die Projektpartner auf.

Uwe Zink, Dezernent für Bauen, Umwelt und Verbraucherschutz bei der StädteRegion, meint dazu: „Mit dem Radschnellweg können wir das Radfahren auf einer sehr wichtigen Verkehrsachse wesentlich attraktiver machen. Wir wollen diese Chance nutzen, um die hohen Umweltbelastungen und die langen Wartezeiten insbesondere für Pendler zu reduzieren. Wir sind uns bewusst, dass wir es nicht jedem Bürger recht machen können. Mit der gewählten Streckenführung hoffen wir jedoch, das Optimum zu erzielen.“

Besondere Prüfaufträge für Laurensberg, Richterich und Kohlscheid

Die politischen Beschlüsse sehen vor, dass im weiteren Planverfahren für einige Bereiche zusätzliche Untersuchungen durchgeführt werden. So soll im Bereich Tittardsfeld in Laurensberg ein besonderes Augenmerk auf die Barrierearmut sowie ein gutes und sicheres Miteinander von Radfahrern, Fußgängern und Autos gelegt werden. In Richterich sollen beispielsweise vertiefende Untersuchungen zur Abdeckung des zukünftigen Parkraumbedarfs auch im Zusammenhang mit dem geplanten Bahnhaltepunkt durchgeführt und für mögliche Konfliktpunkte an Zufahrten Lösungen erarbeitet werden. In Kohlscheid soll zwischen dem neuen Wohngebiet an der Kämpchenstraße und dem nahe gelegenen Spielplatz eine sichere Querung des Radschnellwegs gewährleistet werden. Zwischen Kohlscheid und Herzogenrath soll die Trasse in zwei Bereichen etwas von der Bahntrasse abgerückt bleiben, um die alten Baumbestände am Bahndamm zu schonen. Eine durchgängige Beleuchtung soll auf allen Teilabschnitten für mehr Sicherheit sorgen.

Die nächsten Schritte

Radschnellwege des Landes sind seit Oktober 2016 den Landesstraßen rechtlich gleichgestellt. Daher wird zunächst ein Linienbestimmungsverfahren durchgeführt, dass voraussichtlich bis Ende 2018 dauert. Die bestimmte Linienführung wird für alle öffentlichen Planungsträger und für die weitere Planung verbindlich. Mit dem Land wird die Zuständigkeit für das weitere Planungsverfahren geklärt. Daran schließt sich die Entwurfsplanung an. In der Entwurfsplanung wird die Lage und Ausgestaltung des Radschnellwegs im Detail erarbeitet. Die Projektpartner wollen dies wiederum mit einer intensiven Bürgerbeteiligung begleiten.

Weitere Informationen: www.radschnellweg-euregio.de

Städteregion Aachen

Mobilitätsforum „Bürgerbeteiligung"

Am 27. Oktober fand das 2. Mobilitätsforum „Verkehr in Aachen“ von 19.00- 22.00 h in der Couvenhalle der RWTH Aachen, Karmanstraße 17 – 19 statt.

Die Veranstalter (Initiative Aachen in Kooperation mit der Stadt Aachen) gingne der Frage nach: Wie entwickelt sich der Radverkehr in Aachen? Was ist zu verbessern, wo liegen die Grenzen eines weiteren Ausbaus, wie machen es andere Städte?

Gäste des Forums:

  • Ineke Spapé, Professorin an der Hochschule Breda (Niederlande)
  • Jörg Thiemann-Linden, selbständiger Verkehrsplaner und ehemaliger Mitarbeiter am Deutschen Institut für Urbanistik, ein ausgewiesener Radverkehrsexperte
  • Uwe Müller, Abteilungsleiter Verkehrsmanagement der Stadt Aachen, er berichtet über die Pläne der Stadt hinsichtlich des Ausbaus des Radverkehrs

Anschließend können die Bürgerinnen und Bürger diskutieren. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist unter www.initiative-aachen.de möglich. Für Fahrradfahrer wird bewachtes Parken angeboten.

Städteregion Aachen

Wo soll der Radschnellweg Euregio verlaufen?

Zwischen Aachen, Heerlen, Kerkrade und Herzogenrath wird ein Radschnellweg geplant. Bürgerinnen und Bürger sind jetzt eingeladen, an vier Terminen über die mögliche Streckenführung des Radschnellweges Euregio (Aachen – Herzogenrath/Kerkrade/Heerlen) zu diskutieren und ihre Vorschläge und Hinweise einzubringen.

Grundlage der Diskussionen sind rund 90 Vorschläge zur Streckenführung, die im vergangenen Jahr hauptsächlich über eine interaktive Internetdarstellung von Interessierten eingereicht wurden. Anhand verschiedener Kriterien wurden die drei besten Varianten ausgewählt. Diese werden nun in den Workshops detailliert vorgestellt.

Folgende Termine sind geplant

  • 19.04.16, 19 Uhr, Aachen-Laurensberg/Richterich, Aula des Schulzentrums, Hander Weg 89,
  • 20.04.16, 19 Uhr, StädteRegion Aachen, Zollernstraße 10, Mediensaal in Gebäude E,
  • 25.04.16, 18 Uhr, Herzogenrath-Kohlscheid, Aula der Gesamtschule, Kircheichstraße 60,
  • 26.04.16, 19 Uhr, Herzogenrath-Mitte, Aula des Schulzentrums, Bardenberger Str. 72.

In den einzelnen Workshops werden schwerpunktmäßig die Bereiche des jeweiligen Stadtteils behandelt. Die StädteRegion Aachen sowie die Projektpartner aus Aachen und Herzogenrath erwarten dabei nochmals wertvolle Hinweise und Anregungen.

In den Workshops werden verschiedene Streckenvarianten an Stellwänden genauer dargestellt, so dass die Teilnehmer sich über die Planungen und Wirkungen unter mehreren Gesichtspunkten informieren können.

Ein externer Moderator wird die Workshops leiten. Die Rückmeldungen werden festgehalten und im Anschluss an die Workshops ausgewertet. Die Termine sollen jeweils etwa 2 ½ Stunden dauern.

Die Projektpartner werden abschließend die verschiedenen Anforderungen und Aspekte der einzelnen Varianten abwägen und eine Vorzugsvariante für die Streckenführung erarbeiten. Nach Entscheidung durch die politischen Gremien soll für diese bis Ende 2016 die laufende Machbarkeitsstudie zu Ende geführt werden. Die politischen Gremien entscheiden dann, ob die nächste Planungsstufe begonnen werden soll.

Über die Termine wird auch mit Plakaten zwischen Aachen und Herzogenrath informiert. „Mit dieser frühzeitigen Bürgerbeteiligung sind wir Vorreiter bei der Planung von Radschnellwegen in Nordrhein-Westfalen“, erklärt Uwe Zink, Dezernent bei der StädteRegion Aachen. „Schließlich geht es nicht um eine weitere Freizeitroute, sondern um einen Radschnellweg, der so vielen Bürgern wie möglich vor allem bei ihren Alltagswegen eine preiswerte und umweltfreundlichere Alternative zum Autofahren bietet“.

Auf einem Radschnellweg können Radfahrer besonders sicher, zügig und komfortabel unterwegs sein. Er schafft möglichst kurze und direkte Verbindungen zwischen Wohnstandorten, Arbeitsplätzen sowie Einkaufs- und Freizeitbereichen.

Städteregion Aachen

Zweistufige Bürgerbeteiligung – Stufe 1

Im Zeitraum vom 08. bis 29. 06.2015 konnten Anregungen und Vorschläge zur Linienführung des Radschnellwegs Euregio eingereicht werden. Die eingereichten Vorschläge und Kommentare wurden in einer interaktiven Karte zusammen gestellt: karte.radschnellweg-euregio.de/teilabschnitt/

 

Städteregion Aachen

Potenzialanalyse und Machbarkeitsstudie für Radschnellweg beauftragt

Mitglieder des Städteregionsausschusses haben das Ingenieurbüro Berg und Partner aus Aachen mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt. Zum Gesamtauftrag gehören neben Grundlagenermittlung und Vorplanung auch Konzepte für Kommunikation und Bürgerbeteiligung. Die darüber hinaus vom Land NRW geforderte Potentialanalyse inklusive einer Kosten-Nutzen-Betrachtung wird vom Düsseldorfer Ingenieurbüro PTV Transport Consult GmbH durchgeführt. Sie soll Hinweise darauf geben, ob die Kosten für den Radschnellweg aus volkswirtschaftlicher Sicht zu rechtfertigen sind.

Städteregion Aachen

Radschnellweg Aachen unter den Gewinnern

Das von der Städteregion Aachen gemeinsam mit den Städten Herzogenrath, Kerkrade und Heerlen sowie der Provinz Limburg vorgelegte Konzept für einen grenzüberschreitenden Radschnellweg in der Städteregion Aachen ist vom Land Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet worden. Landesverkehrsminister Michael Groschek und Christiane Fuchs vom Vorstand der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW, haben am Mittwoch, 20. November 2013, in Düsseldorf die Gewinnerinnen und Gewinner des landesweiten Planungswettbewerbs bekannt gegeben. Für die Städteregion Aachen hat Uwe Zink, Dezernent der Städteregion, die Urkunde entgegengenommen.

Die Jury beim Verkehrsministerium hat aus landesweit acht eingereichten Projektskizzen die fünf besten Vorschläge bestimmt. Für den Regierungsbezirk Köln wurde die Strecke von Aachen nach Herzogenrath und auf niederländischer Seite bis nach Heerlen und Kerkrade ausgewählt. Die dem Antrag zugrunde liegende grobe Planung sieht eine Länge von rund 30 Kilometern für den Schnellweg vor.

Nach der Prämierung im Planungswettbewerb folgt die Beauftragung einer vertiefenden Machbarkeitsstudie, von der Aussagen zu den weiteren konkreten Planungs- und Umsetzungsschritten erwartet werden. Mit der Landesauszeichnung ist die Förderung der nun anfallenden Planungskosten in Höhe von rund 80 Prozent aus Landesmitteln verbunden.

Zu Beginn dieses Jahres hatte das Verkehrsministerium den Planungswettbewerb für Radschnellwege in Nordrhein-Westfalen ausgelobt. Der Wettbewerb ist Bestandteil des Aktionsplans des Landes zur Förderung der Nahmobilität.

Foto: AGFS-NRW / Endermann