Von Isselburg an der niederländischen Grenze bis nach Coesfeld inmitten des westlichen Münsterlandes – auf der rund 60 km langen Strecke sollen im Rahmen der Regionale 2016 optimale Bedingungen für den schnellen Radverkehr geschaffen werden. Eine Schnellverbindung für Radfahrer quer durch das ohnehin schon fahrradverrückte Münsterland: Damit werden im Alltag auf dem Fahrrad oder E-Bike neue Entfernungen für neue Zielgruppen erschlossen. Die Städte an der Strecke rücken noch enger zusammen – mit positiven Effekten für Geldbeutel und Gesundheit, regionale Wirtschaft und Umwelt und nicht zuletzt auch für den Spaß an der schnellen Fortbewegung mit eigener Muskelkraft!

Das Projekt


Ein Zukunftsweg für das ZukunftsLAND

Im Rahmen der Regionale 2016 verfolgen die Städte Isselburg, Bocholt, Rhede, Borken, Velen, Gescher und Coesfeld sowie die Kreise Borken und Coesfeld das Projekt „Radschnellweg Westliches Münsterland REGIO.VELO“. Mit dem Radschnellweg REGIO.VELO soll eine optimale Infrastruktur für schnellen Radverkehr mit getrennten Fahrspuren für beide Richtungen entstehen, die die Orte an der Strecke weitgehend kreuzungsfrei miteinander verbindet.

Die Streckenführung orientiert sich hauptsächlich am Verlauf der in den 1980er Jahren stillgelegten Bahntrasse von Isselburg bis Coesfeld und verläuft zu ca. 50 % auf der ehemaligen Bahntrasse. Der Radschnellweg soll in mindestens 4 Metern Breite angelegt werden und sein Streckenverlauf soll weitgehend autark, jedoch parallel zu bestehenden Hauptverkehrsachsen, der Landesstraßen 572 und 581 geführt werden.

Die rund 60 km lange Trasse soll einer modernen Mobilitätskultur gerecht werden und die Nutzung des Fahrrads und E-Bikes im Alltag für neue Zielgruppen und größere Reichweiten interessant werden lassen. Hinsichtlich der Bedeutung des Radschnellweges für Sport, Freizeitzwecke und speziell für den Radtourismus werden bei einer Gesamtstreckenlänge von gut 60 km mindestens zwei Rastplätze entstehen. Die Rastplätze sollen gezielt an den Schnittstellen zu anderen, regional bedeutsamen Tourismusrouten platziert werden und mit Wetterschutz, Toiletten, E-Ladevorrichtung und Verweilräumen auszustatten sein. Zusätzlich sollen einfache Überdachungen entlang der Strecke vor plötzlich auftretenden Regenfällen schützen.

Die ursprünglich geplante Trassenlänge von rund 60 km, von Isselburg im Westen bis Coesfeld im Osten wurde im Planungswettbewerb jedoch nicht vollständig berücksichtigt. Prämiert wurde ein rund 45 km lnges Teilstück von Isselburg bis Velen. Langfristig ist auch eine verlängerte Streckenführung in westlicher Richtung über Emmerich nach Kleve, Nijmegen und Arnheim und damit der Anschluss an das niederländische Radschnellwegnetz denkbar.

Weitere Informationen

Zum Radschnellweg RS2 VELO.REGIO gibt es eine eigene Internetseite, die weitere Informationen enthält:

www.regiovelo.info

Als direkter Kontakt und erste Ansprechpartner bei Fragen stehen zur Verfügung:

Michael Weitzell, Kreis Borken, m.weitzell@kreis-borken.de

Dr. André Wolf, Regionale 2016 Agentur, andre.wolf@regionale2016.de

Baubeginn des ersten Bauabschnittes sollen im Spätsommer 2017 erfolgen

Auf Grundlage der vertiefenden Machbarkeitsstudie haben sich die beteiligten Projektkommunen mit politischen Beschlüssen Ende 2015 zu einer gemeinsamen Realisierung des Radschnellweges bekannt. Damit war der Startschuss für die Vorbereitung der weiterführenden Planungen für den ersten  Trassenabschnitt von Bocholt bis Rhede gegeben. Das europaweite Vergabeverfahren für die vertiefende Entwurfs-, Genehmigungs- und Ausführungsplanung konnte beginnen.

 

Im August 2016 wurde eine Arbeitsgemeinschaft rund um die Fischer Ingenieurbüro GmbH durch den Kreis Borken in Abstimmung mit den Städten Bocholt und Rhede beauftragt. Zentrale Inhalte sind die vertiefende Objektplanung der Verkehrsanlagen, Lichtanlagen und Ingenieurbauwerke sowie Fachplanungen Tragwerksplanung  und technische Planungen als auch vertiefende umweltfachliche Planungen.

Die Vermessungs- und Planungsarbeiten sind angelaufen, bei denen auch der Landesbetrieb Straßen.NRW als künftiger Baulastträger eingebunden ist. Nach gegenwärtiger Zeitplanung werden die Arbeiten bis ca. Spätsommer 2017 in Anspruch nehmen. Nach Abschluss der vertiefenden Planungsarbeiten in Bocholt und Rhede ist eine weitere planerische Konkretisierung und die bauliche Umsetzung des Radschnellweges auf Basis der neuen Regelungen zur Baulast in Verantwortung des Landes NRW abzuwickeln.

Technische Details:

Führungsformen, insgesamt sowie die am häufigsten eingesetzte:

  • 19,7 km innerörtliche Führung, davon 1,9 km ohne Radschnellwegstandard
  • 14,6 km straßenbegleitend (Außerorts)
  • 11,8 km freie Trasse; davon 1,9 km mit begleitendem Gehweg

Anzahl der Knotenpunkte mit und ohne Bevorrechtigung des Radverkehrs:

  • 78  Knotenpunkte, davon
  • 7 planfreie Knotenpunkte (Über- oder Unterführung)
  • 73 mit weitest gehender Bevorrechtigung des Radverkehrs
  • 12 mit Lichtsignalanlage mit radfahrerfreundlicher Steuerung
  • 5 Kreisverkehre

Geplante Serviceeinrichtungen:

  • Geplant sind 2 Rastplätze und Witterungsschutzeinrichtungen im Abstand von 3 km


Aktuell: Planen, bauen, erleben


RS2, Regio.Velo - westliches Münsterland

NRW-Verkehrsminister Michael Groschek

Interview am 18. September 2016 mit NRW-Bauminister Michael Groschek zu den Planungen für den Radschnellweg Regio.Velo im westlichen Münsterland. Das Interview wurde im Rahmen der Veranstaltung "ZukunftsLANDpartie" in Bocholt aufgenommen. Der Radschnellweg Regio.Velo ist ein Projekt der Regionale 2016.

RS2, Regio.Velo - westliches Münsterland

Regio.Velo erhält „A -Status“ der Regionale 2016

Die Räder sind geputzt, die Reifen aufgepumpt, jetzt kann es endlich wieder losgehen: Vielerorts startet derzeit die Fahrradsaison 2016. Die Radler in der Region dürfen sich auf einen ganz besonderen Radweg freuen, den Radschnellweg Regio.Velo. Dieser hat jetzt vom Lenkungsausschuss der Regionale 2016 den A-Status und somit grünes Licht für die Umsetzung erhalten.

Nachdem die Projektträger Ende 2015 bereits von der Kommunalpolitik das politische Mandat für die vertiefende Planung erhalten hatten, gab es nun auch von der Regionale 2016 Rückenwind für die Realisierung. Aktuell steht die Beauftragung für die Planungen des ersten Bauabschnitts von Bocholt bis Rhede kurz bevor. Dabei geht es um die konkrete Trassenführung, die Gestaltung von

Kreuzungen sowie der Wegeoberfläche und Beleuchtung.
Regio.Velo soll zwischen Isselburg an der niederländischen Grenze und Coesfeld entstehen und auf einer Länge von 60 Kilometern sieben Kommunen miteinander verbinden. Radschnellwege sind
deutlich breiter als normale Radwege, bieten somit gute Überholmöglichkeiten und haben
Vorfahrtsregelungen bei Querungen. Gerade für schnelles Radfahren mit E-Bikes bieten sich neue Möglichkeiten. Die Gesamtkosten für die Maßnahme werden auf ca. 42 Millionen Euro geschätzt. Die
Bau- und Betriebskosten soll das Land NRW übernehmen.
Bei Dr. Kai Zwicker, Vorsitzender des Lenkungsausschusses der Regionale 2016 und Landrat des
Kreises Borken, löste die Entscheidung große Freude aus. „Der Anteil an E-Bikes im Kreis Borken ist
jetzt schon bundesweit außergewöhnlich. Mit dem Radschnellweg Regio.Velo kann nun eine
zukunftsweisende Verkehrsinfrastruktur entstehen, die neue Mobilitätsoptionen zum Beispiel für
Berufspendler schafft“, sagt Zwicker.
Auch Zwickers Landratskollege aus Coesfeld, Dr. Christian Schulze Pellengahr, zeigte sich hoch erfreut: „Regio.Velo bietet künftig eine Anknüpfung an die Radbahn Münsterland von Coesfeld bis
Rheine. Diese wird jetzt schon intensiv von einheimischen und auswärtigen Radlern genutzt“.
„Mit Regio.Velo ist die Zahl der A-Projekte auf jetzt 25 angewachsen. Kurz vor dem Start des
Präsentationsjahres der Regionale 2016 ist das eine beachtliche Zahl, die in den kommenden
Monaten noch wachsen wird. Viele weitere Projekte entwickeln sich sehr erfolgreich“, sagte Uta Schneider, Geschäftsführerin der Regionale 2016 Agentur.

Quelle: Pressemitteilung der Regionale 2016.

RS2, Regio.Velo - westliches Münsterland

Radschnellweg REGIO.VELO Westliches Münsterland unter den Gewinnern

Das von der Stadt Rhede gemeinsam mit den Städten Isselburg, Bocholt, Borken, Velen, Gescher und Coesfeld vorgelegte Konzept für einen Radschnellweg zwischen Isselburg und Coesfeld ist vom Land Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet worden. Landesverkehrsminister Michael Groschek und Christiane Fuchs vom Vorstand der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW, haben am Mittwoch, 20. November 2013, in Düsseldorf die Gewinnerinnen und Gewinner des landesweiten Planungswettbewerbs bekannt gegeben. Für die Stadt Bad Rhede hat Bürgermeister Lothar Mittag die Urkunde entgegengenommen.

Die Jury beim Verkehrsministerium hat aus landesweit acht eingereichten Projektskizzen die fünf besten Vorschläge bestimmt. Für den Regierungsbezirk Münster wurde die Strecke von Isselburg bis nach Velen ausgewählt. Die dem Antrag zugrunde liegende grobe Planung sieht eine Länge von rund 48 Kilometern für den Schnellweg vor.

Nach der Prämierung im Planungswettbewerb folgt die Beauftragung einer vertiefenden Machbarkeitsstudie, von der Aussagen zu den weiteren konkreten Planungs- und Umsetzungsschritten erwartet werden. Mit der Landesauszeichnung ist die Förderung der nun anfallenden Planungskosten in Höhe von rund 80 Prozent aus Landesmitteln verbunden.

Zu Beginn dieses Jahres hatte das Verkehrsministerium den Planungswettbewerb für Radschnellwege in Nordrhein-Westfalen ausgelobt. Der Wettbewerb ist Bestandteil des Aktionsplans des Landes zur Förderung der Nahmobilität.

Foto: AGFS-NRW / Endermann


Verlauf


Der Verlauf des Radschnellweges ist im Radroutenplaner des Landes Nordrhein-Westfalen nach aktuellem Planungsstand hinterlegt. Das können alle Phasen sein: vom ersten Verlaufsvorschlag aus der Machbarkeitsstudie bis hin zum fertig gebauten Abschnitt.

dunkelgelb - in Planung
hellgelb - im Bau/Vorbereitung
grün - fertig gestellt.